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Rechtsanwälte ⋅ Steuerberater ⋅ Wirtschaftsprüfer Spanien

 

Home Office Spanien im Jahre 2022 – 2023

 

 

Begriffserklärung Telearbeit:

 

Fernarbeit Arbeitnehmer arbeitet von seinem Wohnsitz oder einer anderen Adresse aus (zum Teil oder vollständig)
Telearbeit Arbeitnehmer nutzt zur Ausübung der Tätigkeit telematische Mittel bzw. Telekommunikation
Arbeit im Betrieb Arbeitnehmer arbeitet an einem vom Arbeitgeber gewählten Ort

 

Einrichtung des Arbeitsplatzes:

 

Gemäß Art. 11 des RD 28/2020 hat der Fernarbeitnehmer das Recht sich vom Arbeitgeber die Arbeitsmittel, Werkzeuge und Ausstattungsmaterialien geben zu lassen, die für die Erbringung der Tätigkeit erforderlich sind.

Art. 12 dehnt das obige nochmals aus und besagt, dass “die Ausführung der Arbeit auf Distanz vom Arbeitgeber zu tragen oder zu kompensieren ist und keine Übernahme der mit der Ausstattung, Werkzeugen und mit der Arbeitserbringung verbundenen Mittel seitens des Arbeitnehmers beinhaltet“. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber jegliche Kosten, hinsichtlich der Beschaffung von Arbeitsmaterialien für die Telearbeit, erstatten lassen kann.

 

Besteuerung und Sozialversicherung:

 

Zunächst einmal muss geklärt werden, ob sich der Aufenthalt im Homeoffice in Spanien auf mehr als 183 Tage erstreckt, in diesem Fall unterliegt die Person dem spanischen Arbeitsrecht (Artikel 8 der Rom I-Verordnung 593/2008 der EU; Art. 4 Abs. 1 und 2 DBA D-ESP). Gemäß Art. 1 RD 28/2020 wird eine Tätigkeit als solches angesehen, wenn man in einem Zeitraum von 3 Monaten und mit mindestens 30% des Arbeitstages im Homeoffice gearbeitet hat.

Angesichts der Besteuerung muss der Arbeitgeber in Deutschland die Lohnsteuer in Spanien abführen, wenn der Arbeitnehmer länger als 183 Tage in Spanien ist, denn somit ist der Arbeitnehmer in Spanien unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Die dazugehörigen Regelungen findet man unter: Art. 4 und Art. 14 Doppelbesteuerungsabkommen Spanien-Deutschland und Art. 9 spanisches Einkommensteuergesetz.

Wenn sich der Arbeitnehmer während seiner Tätigkeit weniger als 183 Tage in Spanien aufhält, so ist er in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

 

Entsendung:

 

Eine Entsendung ist anders als eine Dienstreise zustimmungspflichtig, d.h. sie muss schriftlich als Ergänzung zum Arbeitsvertrag festgehalten werden.

Wird der Arbeitnehmer lediglich ins Ausland (Spanien) entsendet, so gelten dennoch die deutschen Regeln, wenn er sich nicht länger als 183 Tage in einem EU-Mitgliedsstaat aufhält.

Das Ganze ändert sich dann, wenn die 183 Tage überschritten werden, denn in diesem Fall ist der Arbeitnehmer, wie oben schon erläutert, in Spanien unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Bezüglich der Sozialversicherung gelten gem. der Verordnung (EG) 883/2004 des Europäischen Parlaments weiterhin die dazugehörigen Vorschriften seines Ursprungslandes, wenn die Entsendung nicht länger als 24 Monate andauert.

Wenn die Entsendung länger als 3 Monate dauert, muss sich der entsandte Arbeitnehmer beim Ausländeramt seines Wohnsitzes melden. Sofern der Aufenthalt länger als 183 Tage ist, muss das Finanzministerium mithilfe des Formulars 147 davon in Kenntnis gesetzt werden.

Sozialversicherungsbeiträge Deutschland/Spanien im Vergleich

 

UNSER SERVICE

 

Juristische Begutachtung, ob in Ihrem Fall eine Betriebsstätte Anwendung findet  und

HOME OFFICE Servicepaket:

Anmeldung der GmbH / AG in Spanien – Erstellung des Arbeitsvertrages und der Lohnabrechnungen.

Pflichten des Arbeitgebers

Deutscher Arbeitgeber ist in Spanien anzumelden.

Nach der europäischen Verordnung 883/2004 ist der Arbeitnehmer in Spanien sozialversicherungspflichtig, wenn er mehr als 25% seiner Arbeitsleistung dort erbringt. Damit muss der deutsche Arbeitgeber sich in Spanien anmelden und monatlich eine spanische Lohnabrechnung erstellen.

 

QUICK START für das Home Office des ausländischen Arbeitgeber in Spanien

 

I. Anmeldung des deutschen Unternehmens bei den spanischen Behörden

 

  • Erstellung einer notariellen Vollmacht als Entwurf zur Beurkundung bei Ihrem Hausnotar.
  • Beantragung und Erhalt der spanischen Steuernummer des zeichnenden Geschäftsführers.
  • Beantragung der spanischen Steuernummer – ohne Niederlassung in Spanien für die deutsche GmbH
  • Beantragung der elektronischen Unterschrift für den Behördenverkehr: die elektronische Unterschrift muss alle 2 Jahre verlängert werden;
  • Anmeldung des Unternehmens bei der spanischen Sozialversicherung, Einholung der Sozialversicherungsnummer für den Arbeitgeber
  • Ausarbeitung des zweisprachigen Arbeitsvertrages (deutsch- spanisch) und Registrierung des Arbeitsvertrages bei dem spanischen Arbeitsministerium.
  • Anmeldung des Arbeitnehmers bei der spanischen Sozialversicherung. Sollte der Arbeitnehmer noch keine NIE Nummer haben, dann beantragen wir diese und anschließend die Sozialversicherungsnummer

 

Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag in Spanien richtet sich nach den spanischen Normen und vor allem dem Tarifvertrag in der Branche. Nichtsdestotrotz ist es möglich, Zusatzvereinbarungen zu treffen, die wir gerne nach der Konformität zum spanischen Arbeitsrecht prüfen und auf deutsch und spanisch dem Arbeitsvertrag beifügen. Hier ist beim Home Office die Kontrolle der Arbeitszeit und die Pflicht zur Präsenz im Unternehmen wesentlicher Vertragsaspekt. Auch der Arbeitsschutz ist verpflichtend und ein wichtiges Thema, was oftmals vergessen wird.

 

 

II. Betreuung des Unternehmens und Vertretung vor den spanischen Behörden

 

  • Monatliche Gehaltsabrechnung und Zahlung der Sozialversicherungsabgaben pro Arbeitnehmer
  • Vierteljährige Abgabe der Gehaltsrückstellungen bei dem spanischen Finanzamt, Abführung des Lohnsteuerabzuges.
  • Übermittlung von Krankmeldungen an die spanische Sozialversicherung
  • Wöchentliche Kontrolle der elektronischen Zustellbox für den Behördenverkehr.

Der deutsche Arbeitgeber muss im Quartal die Lohnsteuer in Spanien abführen und der Arbeitnehmer wird für diesen Lohnbezug in Spanien unbeschränkt einkommensteu


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38650 Los Cristianos, Teneriffa

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