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Einkommensteuer Spanien

Rentenbesteuerung – Doppelbesteuerung Deutschland – Spanien

 

Rentenbesteuerung im Jahre 2020

 

Sie sind Rentner und leben dauerhaft auf Gran Canaria, Teneriffa, oder Mallorca und haben sich in Deutschland abgemeldet.

Ihre Rente wird von „Deutsche Rentenversicherung“ Bund ausbezahlt.

Die spanische Finanzbehörde schreibt Sie an und verlangt von Ihnen die Einkommensteuererklärung 2015 einzureichen, was ist zu tun?

1. Dauerhafter Wohnsitz in Spanien ?

2. Renteneinkünfte als Angestellter aus Deutschland ?

3. Überschreiten die Renteneinkünfte den Betrag von 12.000 EUR?

4.Wurde bislang keine Einkommensteuererklärung D100 in Spanien abgegeben?

 

Sollten diese 4 Fragen bejaht werden, dann ist die Einkommensteuererklärung in Spanien abzugeben.

 

Merke

 

Wenn Sie durch die Steuerbehörde in Spanien zur Abgabe der Einkommensteuererklaerung ermahnt werden, dann ist ein Bussgeld auf die Steuerlast zu bezahlen, neben dem Verzugsaufschlag.

Dieses Bussgeld, welches sich nach der Steuerzahllast richtet, kann erspart bleiben, wenn man freiwillig die Steuererklärung einreicht.

 

Tipp

 

Sollten Sie eine Aufforderung zur spanischen Einkommensteuererklärung 2015 erhalten, dann sollte man gleich alle weiteren Jahre 2016-2018 freiwillig nacherklären, um das Bussgeld zu sparen.

 

Frist

Für das Jahr 2019 ist die Einkommensteuererklärung in Spanien bis zum 30.6.2020 abzugeben.

 

TIPP 2020: Aktuell im deutsch-spanischen Doppelbesteuerungsabkommen:

Beachten Sie dass in Deutschland jetzt auch 5% Quellensteuer von der Rentenzahlung von der deutschen Finanzbehörde abgezogen werden. Dies kann in der spanischen Einkommensteuererklärung angerechnet werden.


Art.17 Doppelbesteuerungsabkommen Spanien Deutschland auszugsweise

2) Jedoch können Vergütungen, die auf Grund des Sozialversicherungsrechts eines Vertragsstaats geleistet werden, auch in diesem Staat und nach dem Recht dieses Staates besteuert werden, wenn das den Anspruch auf die Vergütungen begründende Ereignis nach dem 31. Dezember 2014 eintritt. Die Steuer darf aber 5 vom Hundert des Bruttobetrags der Vergütungen nicht übersteigen, wenn das den Anspruch auf die Einkünfte begründende Ereignis zwischen dem 1. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2029 eintritt.

 

Deutsch-spanisches Doppelbesteuerungsabkommen

 

Der Art.19 des Doppelbesteuerungsabkommens besagt:

Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen, die einer in einem Vertragstaat ansässigen Person für frühere unselbständige Arbeit gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.Daraus folgt, dass der Wohnsitzstaat die Rente besteuert, und damit der Altersrentner, der aus Deutschland eine Rente bezieht, aber in Spanien dauerhaft lebt und seinen Lebensabend verbringt, dort steuerpflichtig ist.

Im Absatz 2 des Art.19 gilt dann aber, dass Spanien kein Besteuerungsrecht hat, wenn es um sogenannte Beamtenpensionen geht oder andere Vergütungen, die vom Bund oder den deutschen Bundesländern bezahlt werden, also in Deutschland steuerpflichtig bleiben.

Darunter fallen nicht nur Beamtenpensionen, Leistungen an Richter und Soldaten, sondern auch anderer nicht hoheitlich Tätiger, die vom Staat bezahlt werden.

Ungeachtet des Absatzes 1 sind Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen, die von einem Vertragstaat und einem Land oder einer ihrer autonomen öffentlichen Einrichtungen, örtlichen Behörden oder örtlichen Verwaltungen unmittelbar oder aus einem von ihnen errichteten Sondervermögen für frühere unselbständige Arbeit gezahlt werden, in dem anderen Vertragstaat von der Steuer befreit.

Hinzukommt das Kassenstaatsprinzip und die Regelungen der beschränkten Einkommensteuerpflicht aus Art.49 Abs 1. Nr.4 ESTG und letztlich die Optionsmöglichkeit nach Art.1 Abs.3 ESTG der 90% Regelung, auf die deutsche Einkommensbesteuerung freiwillig zu optieren.

Eine Einzelfallberatung ist in jedem Fall zu empfehlen, da Untätigkeit eine Steuerveranlagung zur Folge haben kann, die nicht gewollt war, und möglicherweise hätte abgewendet werden können.


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