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Immobilien Spanien – Umsatzsteuer

Pflicht zum Ausweis der spanischen Umsatzsteuer

Rechtsgeschäfte in Bezug auf spanische Immobilie

 

 

Stand 01.05.2020

 

Im spanischen Umsatzsteuerrecht gilt nach Art. 69, dass der Unternehmensstandort der Leistungsort ist. Wenn das Unternehmen in Spanien (ausgenommen Kanarische Inseln Teneriffa, Gran Canaria, etc.) ansässig ist, dann ist der Regelsteuersatz von 21% auszuweisen für Dienstleistungen in Spanien.

 

Hierzu gibt es zahlreiche Ausnahmen

 

Leistet ein spanisches Unternehmen an ein deutsches Unternehmen und beide haben die europäische Ust ID, dann ist im Zielland die Umsatzsteuer abzuführen. Es ist damit keine spanische Umsatzsteuer auszuweisen, es gilt das Prinzip der Reverse on Charge.

 

Ausnahme

 

Handelt es sich um folgende Immobiliengeschäfte, dann ist der Leistungsort und Besteuerungsort stets in Spanien, obgleich der Leistungsempfänger in Deutschland seine Betriebsstätte oder Unternehmensitz hat.

Es wären dann 21% spanische Umsatzsteuer auszuweisen und abzuführen. Die Sache verkompliziert sich, wenn ein deutsches Unternehmen in Spanien eine immobiliengebundene Leistung erbringt, an ein deutsches Unternehmen. Auch dann ist die spanische Umsatzsteuer auszuweisen. Das deutsche Unternehmen muss die spanische Steuernummer (NIF) beantragen und sich in Spanien im Umsatzsteuersystem mit dem Modell 36 anmelden und Quartalsmeldungen in der spanischen Umsatzsteuer (Modelle 303, 390) abgeben.

 

Einige typische Anwendungsfälle

 

  1. Neubau auf Mallorca durch ein deutsches Unternehmen erstellt und an ein deutsches Unternehmen verkauft, unterliegt der spanischen Umsatzsteuer mit 10% IVA, da die Immobilie auf Mallorca gelegen ist.
  2. Hat das deutsche Bauunternehmen ein deutsche Subunternehmen, welches die Immobilie auf Mallorca baut, ist auch zwischen diesen beiden Unternehmen spanische Umsatzsteuer auszuweisen.
  3. Ein österreichisches Unternehmen renoviert ein Gebäude in Madrid, spanische Umsatzsteuer ist auszuweisen.
  4. Solarstromdachanlage auf einer Immobilie in Marbella, gilt nicht als Immobilie, aber wenn es sich um eine Photovoltaikanlage, handelt, die mit dem Boden verbunden ist, dann ist nach dem spanischen Umsatzsteuerrecht einer Immobilie gleichzusetzen und der Bau damit mit spanischer Umsatzsteuer auszuweisen.
  5. Ein in Deutschland ansässiges Solarstrom Installationsunternehmen berät Kunden auf Mallorca, für den Bau einer Solarstromanlage (Ingenieursleistung) und damit ist spanische Umsatzsteuer mit 21% auszuweisen.
  6. Ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen vermietet Industriehallen in Valencia, Barcelona und Madrid. Das Schweizer Unternehmen muss die spanische Umsatzsteuer von 21% ausweisen und die Tätigkeit wurde in diesem Fall als Betriebsstättenbegründung angesehen, mit den entsprechenden Verpflichtungen in der spanischen Körperschaftssteuer.

 

Ein Unternehmen, welches Immobilienbewertungen vornimmt, leistet

 

  • an ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, die Immobilie liegt in Madrid – es ist spanische Umsatzsteuer 21% IVA auszuweisen
  • die Immobilie liegt auf Teneriffa – es ist keine spanische Umsatzsteuer, sondern 7% IGIC (kanarische Umsatzsteuer) auszuweisen
  • ein Online Portal oder auch Makler, der in Deutschland steuerlich ansässig ist, vermietet die Vermietung von Immobilien in Barcelona – 21% Umsatzsteuer ist auszuweisen – die Rechnung erhält der Vermieter als Kommissionsleistung
  • liegt die Immobilie auf Gran Canaria, dann ist 7% IGIC auszuweisen
  • dies gilt gleichermaßen bei Vermietung von Wohnraum zur touristischen Nutzung, Studentenwohnungen oder Langzeitvermietung. Es ist auch nicht entscheidend, wo der Mieter steuerlich ansässig ist

 

 


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